Das Buch
Der Mensch muss arbeiten. Jeder der nicht arbeitet, ist nutzlos. Und wer mehr besitzt und besser verdient ist wertvoller.
Arbeitslose sind Sozialschmarotzer, die selber schuld sind. Warum soll jemand, der seine Leistung bringt, jemanden unterstützen, der nichts tut. Wer nichts arbeitet, soll auch nichts essen.
Ist Leistung der einzige Wert, der zählt? Soll und muss das so sein?
Ist noch eine andere Gesellschaft denkbar? Eine andere als unsere,in der es nur um Leistung, Wachstum
und Gewinnmaximierung geht?
Gibt es einen Ausweg für die „Verlierer“ dieses Systems?
Diese und noch mehr Fragen versuche ich hier zu beantworten.
Eine andere, eine humane Gesellschaft ist möglich.
Eine Gesellschaft, die sich am Menschen und nicht am Kapital orientiert.
Eine Gesellschaft, in der Leistung und Arbeit nicht dem Selbstzweck dienen.
Eine Gesellschaft, in der jeder genug zum Leben hat, ohne betteln zu müssen.
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Hans on 07 Jul 2009 at 21:29 #
Die Verteilung von Wohlstand und Geld wird immer ungerechter werden. Weil die Arbeit als solches immer weniger wird. Prozesse, Technologien ermöglichen immer mehr Output, ein Mitarbeiter kann heute dank Technologien viel mehr erledigen als vor 30 Jahren.
Es ist völlig klar, das Arbeit weniger wird. Also Arbeitsplätze. Das ist Fakt, das wird so sein. Das kann niemand ändern.
Vor vielen Jahren ist eine Webmaschine angezündet worden, weil ein Techniker einen Webstuhl entwickelt hat, wo das Schiff automatisch gewendet werden konnte. Resultat: Ein Mann weniger pro Maschine. Sozusagen eine Vernichtung von Arbeitplätzen durch Vortschritt. Und so ist es in allen Branchen.
Es gibt einfach weniger Sessel auf der Reise nach Jerusalem. Da kann die Politik nichts dagegen tun, das ist der Vortschritt des technologischen Vortschrittes.
Es haben sich also auch die Erwartungen an einen Mitarbeiter völlig verändert. Man muss viel mehr können für weniger Geld als vor 30 Jahren. Und es gibt mehr Wettbewerb.
Wichtig ist meiner Meinung nach den Menschen Rat zu geben wie man in dieser härteren Umgebung besteht und das gelingt nur wenn man die Spielregeln kennt und mitspielt. Das war früher aber genauso, nur waren die Regeln andere.
Administrator on 17 Feb 2010 at 19:08 #
Hallo Hans,
den Menschen Rat zu geben, wie man in dieser “feindlichen” Umwelt besser besteht, ist eine Sache und sicher eine gute Sache. Die Frage ist, was macht man mit denen, die trotzdem arbeitslos werden?
Ich habe in meinem Buch vorausgesagt, dass die nächste Krise - die, in der wir gerade stecken - zu noch viel mehr Arbeitslosen führen wird. Ein guter Teil der verloren gegangenen Jobs kehrt nie wieder. Wir haben eine Regierung, die sich weigert in Bildung zu investieren, statt dessen unser Geld in weit weniger zukunftsträchtige und nützliche Dinge investiert. Das wird kaum zu einer Verbesserung der Situation beitragen, im Gegenteil - es steht zu befürchten, dass wir bald den Anschluss verlieren, wenn wir es nicht schaffen, genügend gut und hochqualifizierte Menschen heranzubilden.
Ich fürchte also, es wird sehr viele geben, die durch den Rost fallen und für diese Leute muss es eine Absicherung geben, die ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.
Beste Grüße, Werner Beilner